Mobile Usability – über Erwartungen und Notwendigkeit

Das Mobile Web ist mittlerweile in der breiten Masse der Gesellschaft angekommen. Revolutioniert durch das iPhone im Jahr 2007 hat sich der Handy-Markt seitdem rasant verändert und in eine neue Richtung entwickelt. Heute finden sich überall neuartige Handys mit Touchscreens und verschiedensten Funktionen – so genannte Smartphones. Der Handy-Markt wurde über Nacht neu aufgerollt: Etablierte Platzhirsche verloren Ihre schwer erarbeitete Marktführerschaft. Neue Hersteller und Betriebssysteme setzten sich durch.

Barrierefreiheit und Usability

Schnell wurde die Frage nach der Zugänglichkeit gestellt. Barrierefreiheit im Internet heißt nicht nur, dass eine Website auch von älteren Menschen und Personen mit kognitiven oder geistigen Einschränkungen genutzt werden kann. Sie bezieht sich auch auf die ubiquitäre, geräteunabhängige Zugänglichkeit. Das heißt also, dass die Informationen einer Website auch mobil uneingeschränkt nutzbar sein müssen.

Wieder einmal wird ein Umdenken von Unternehmen gefordert: Nutzer wollen Informationen einer Website jederzeit mobil nutzen können. Eine an mobile Endgeräte angepasste Version der Website muss her, die nicht nur barrierefrei ist, sondern sich auch intuitiv und einfach bedienen lässt. Damit ist mit der Mobile Usability ein neuer Unterbereich der bekannten Web-Usability entstanden, den es bereits bei der Konzeption einer Website zu berücksichtigen gilt. Kleinere Displays und geringe Internetgeschwindigkeiten sind nur zwei Hindernisse, denen die Designer und Entwickler gegenüberstehen. Vor allem veränderte Bedienkonzepte durch Touchscreens und den Einsatz von Gesten verändern die Nutzung von Web-Inhalten. Im Vordergrund stehen unter anderem die Reduktion der Inhalte, die Veränderung der Navigation und die optimale lesefreundliche Darstellung.

Auf die Optimierung einer Website für mobile Endgeräte kann und darf nicht mehr verzichtet werden. Noch lässt sich durch schnelles Reagieren ein Vorteil gegenüber Mitbewerbern erreichen. Bald ist dies jedoch ein Standard, dem man sich nicht mehr verschließen kann und der bei Nichtbeachtung viel Nutzer kosten wird.

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